Hinterlasse nur Fußspuren.

Das schönste Kompliment für einen wilden Platz ist ein Anblick, als wäre nie jemand hier gewesen. Leave No Trace sind sieben einfache Prinzipien, die genau das möglich machen. Hier bekommst du sie in einer Version für den Van, das Zelt und den 4x4, ohne erhobenen Zeigefinger, dafür praktisch.

Aktualisiert: 14. Juli 2026 · ~7 Min. Lesezeit

Bevor du losfährst · 1 Min.

Sieben Prinzipien. Ein Versprechen.

Leave No Trace entstand in amerikanischen Nationalparks, wo der Besucherandrang die Natur buchstäblich zertrat. Es gibt sieben Prinzipien, und sie funktionieren überall: auf dem Waldparkplatz, auf der wilden Wiese und auf der Off-road-Piste.

Es geht nicht darum, auf das Draußensein zu verzichten. Es geht darum, dass nach dir noch jemand kommen und denselben Platz vorfinden kann. Jedes der folgenden Prinzipien ist eine Entscheidung, die du einmal triffst und danach aus Reflex wiederholst. Zusammen sorgen sie dafür, dass wilde Orte wild bleiben.

Prinzip 1 von 7 · Planen und vorbereiten

Plane, bevor du aufbrichst.

Die meisten Spuren im Gelände entstehen nicht aus bösem Willen, sondern aus fehlender Planung. Eine gute Tour beginnt am Küchentisch, nicht am Auto.

Prüfe die Regeln des Ortes

  • Informiere dich über den rechtlichen Status und die örtlichen Einschränkungen. Auf jeder Ortsseite in Wombato siehst du, ob Campen dort erlaubt, in einer Grauzone oder verboten ist.
  • Prüfe Schutzzeiten und Zonen, die du nicht betreten darfst. Hinfahren zu können heißt nicht, dass du es auch darfst.
  • Vor jedem Feuer: Prüfe die Feuerverbote. In trockenen Sommern gelten sie fast durchgehend.

Bereite dich auf das vor, was dich erwartet

  • Prüfe die Wettervorhersage und halte einen Plan B bereit. Schlechtes Wetter verleitet zu Abkürzungen, und Abkürzungen hinterlassen die meisten Spuren.
  • Reise in einer kleinen Gruppe. Vier oder fünf Leute belasten einen Ort weit weniger als eine ganze Schar.
  • Pack dein Essen schon zu Hause um. Weniger Verpackungen im Gepäck bedeutet weniger Müll, der im Gelände landen kann.

Navigiere ohne Markierungen

  • Nutze Karte und Handy, keine Bänder, Steinmännchen oder Kerben in Bäumen. Deine Route muss nicht hinter dir zurückbleiben.
  • Speichere die Koordinaten offline, bevor du das Signal verlierst. In Wombato kopierst du sie mit einem einzigen Tipp.
Prinzip 2 von 7 · Fester Untergrund

Campe dort, wo der Boden es aushält.

Vegetation, die unter Stiefel und Zelt eingeht, braucht Jahre zum Nachwachsen. Die Wahl des Untergrunds ist die einfachste Sache mit der größten Wirkung.

Wo du dein Lager aufschlägst

  • Feste Untergründe sind: ausgewiesene Plätze, Fels, Kies, trockenes Gras, dicke Laubschicht. Meide junge Triebe und Ufer, die sich noch erholen.
  • Der beste Platz für die Nacht ist einer, der schon existiert. Erzwinge keinen neuen Lagerplatz.
  • Schlage dein Lager mindestens 60 Meter vom Wasser entfernt auf. Fluss- und Seeufer sind der empfindlichste Teil der Landschaft.

Wie du dich bewegst

  • In beliebten Gebieten geh mitten auf dem Weg, auch durch den Matsch. Wer Pfützen umgeht, verbreitert den Pfad zu den Seiten hin.
  • Im wilden Gelände verteile eure Spuren: Geht nicht im Gänsemarsch in einer Linie und legt nicht den Anfang eines neuen Pfades an.
Die 60-Meter-Regel

Sechzig Meter vom Wasser sind etwa 70 Schritte. Dieser Abstand gilt für Lager, Waschen und Toilette. Wasser nährt den gesamten Lebensraum, also bekommt es den meisten Platz.

Prinzip 3 von 7 · Abfall

Was du mitbringst, nimmst du wieder mit.

Die Regel ist brutal einfach: Alles, was mit dir angekommen ist, fährt mit dir wieder weg. Auch das, was sich angeblich von selbst zersetzt.

Müll, restlos

  • Bevor du aufbrichst, geh das Lager und den Rastplatz ab. Die Kleinigkeiten bleiben am häufigsten liegen: ein Flaschendeckel, Folie, eine Kippe.
  • Nimm auch Kerngehäuse und Schalen mit. Sie verrotten monatelang und bringen den Tieren unterwegs bei, in Menschennähe nach Futter zu suchen.

Menschliche Notdurft

  • Vergrabe feste Notdurft in einem 15-20 cm tiefen Loch, mindestens 60 Meter von Wasser, Weg und Lager entfernt.
  • Papier und Hygieneartikel nimmst du in einem dicht verschlossenen Beutel mit. Vergraben werden sie von Tieren wieder ausgegraben.

Waschen

  • Wasch dich und dein Geschirr mindestens 60 Meter von der Wasserquelle entfernt, niemals direkt darin.
  • Nimm nur wenig biologisch abbaubare Seife und verteile das Waschwasser breit über den Boden, statt es an einer Stelle auszuschütten.
Prinzip 4 von 7 · Lass die Natur an ihrem Platz

Lass zurück, was du findest.

Ein Stein, eine Blume, ein Geweih, ein altes Wegkreuz. Jedes davon ist ein Teil des Ortes für den, der nach dir kommt.

  • Mach Fotos, keine Souvenirs. Trag die Erinnerungen auf der Speicherkarte nach Hause, nicht im Rucksack.
  • Lass Pflanzen, Steine und Fundstücke dort, wo sie liegen. Historische und kulturelle Objekte fasst du nicht an.
  • Verändere die Landschaft nicht: keine aus Ästen gebauten Möbel, keine gegrabenen Gräben, keine an einen besseren Platz gerückten Steine.
  • Verschleppe die Natur nicht von Ort zu Ort. Erde an den Reifen und Feuerholz im Kofferraum können invasive Arten und Krankheiten mitbringen.
Prinzip 5 von 7 · Feuer

Feuer nur unter Kontrolle.

Ein Lagerfeuer hinterlässt jahrelang eine Spur, und im trockenen Wald kann es sie für Generationen hinterlassen. Meist ist das beste Feuer gar keins.

Wann überhaupt

  • Koch auf dem Campingkocher. Er kocht schneller, hängt nicht vom Wetter ab und hinterlässt keinen schwarzen Fleck.
  • Zünde ein Feuer nur an ausgewiesenen Feuerstellen und dort an, wo es erlaubt ist. In vielen Regionen sind das nur offiziell gekennzeichnete Plätze, also prüf es, bevor du das Streichholz anzündest.

Wie du es richtig machst

  • Klein, aus trockenen Ästen, die du vom Boden aufsammelst. Brich keine Äste von Bäumen ab, weder von lebenden noch von stehendem Totholz.
  • Lass ein Feuer niemals unbeaufsichtigt, nicht einmal für einen Moment.
  • Bevor du gehst, lösch die Asche mit Wasser und rühr sie um. Sie muss sich kalt anfühlen. Warme Asche ist unerledigte Arbeit.
Im trockenen Wald: Kocher, kein Lagerfeuer

Wenn das Laub unter den Stiefeln knistert, reicht ein einziger Funke. Mehr zu Feuer und Waldbränden findest du in den Sicherheitshinweisen.

Prinzip 6 von 7 · Wildtiere

Wildtiere haben Vorrang.

Das ist ihr Zuhause, und du bist für ein paar Stunden zu Gast. Je weniger ein Tier von deiner Anwesenheit mitbekommt, desto besser für euch beide.

  • Beobachte aus der Ferne. Nutz ein Teleobjektiv, nicht deine eigenen Beine. Ein Tier, das sein Verhalten deinetwegen ändert, ist ein Tier, dem du zu nahe gekommen bist.
  • Füttere niemals. Ein gefüttertes Tier verliert die Scheu vor dem Menschen und nimmt früher oder später ein schlimmes Ende.
  • Bewahre Essen und Düfte in dicht verschlossenen Behältern auf, fern vom Zelt. Kosmetik riecht auch.
  • Führ deinen Hund an der Leine. Das schützt den Hund, die Wildtiere und die Brutplätze, und in Nationalparks ist es schlicht Vorschrift.
  • Sei besonders vorsichtig während der Paarungs- und Brutzeit und im Winter, wenn jede Störung die Tiere am meisten kostet.
Prinzip 7 von 7 · Andere Menschen

Lass anderen dieselbe Ruhe.

Stille, Weite und Dunkelheit gehören genauso zur Landschaft. Die meisten kommen genau ihretwegen an wilde Orte.

  • Lass der Natur ihre Stille. Keine laute Musik, kein Motorengeröhr dort, wo es nicht sein muss.
  • Campe und raste abseits der Hauptwege und anderer Menschen. Jeder möchte sein eigenes Stück Aussicht.
  • Nach Einbruch der Dunkelheit nutz nur so viel Licht, wie du brauchst. Der Rest des Himmels gehört den Sternen und dem Zelt nebenan.
  • Sei rücksichtsvoll auf dem Weg. Tritt zur Seite, grüße, lass andere vorbei. Eine gute Stimmung im Gelände ist auch etwas, das du hinterlässt.
Warum das alles · 1 Min.

Warum es zählt.

Leave No Trace ist keine Liste von Verboten. Es ist eine Abmachung zwischen Menschen, die wollen, dass wilde Orte länger überdauern als eine einzige Saison der Beliebtheit.

  • Orte bleiben offen. Eine vermüllte Wiese und eine ausgebrannte Feuerstelle sind der schnellste Weg zum Fahrverbotsschild. Verantwortungsvolles Campen sichert den Zugang für die Zukunft.
  • Lebensräume überleben. Ufer, Laubschicht und die Ruhe der Tiere erholen sich langsam. Deine eine gute Entscheidung vervielfacht sich mit Tausenden von Menschen.
  • Die Community vertraut sich selbst. Wenn jeder einen Ort in Ordnung hinterlässt, findet ihn der Nächste so vor, wie er ihn selbst antreffen möchte.

Keine Spuren zu hinterlassen ist eine der Regeln, auf denen unsere Community steht. Alle Regeln ansehen

Eine Community, die nur Fußspuren hinterlässt.

Leave No Trace ist keine Wombato-Richtlinie. Es ist eine Outdoor-Philosophie, ein halbes Jahrhundert älter als wir, sie reicht zurück in die 1960er-Jahre. Aber bei uns ist sie vom ersten Tag an Standard.

Du kommst dazu, du kennst die Regeln. Wenn du sie immer wieder brichst, bist du raus.

Merk dir diese eine Sache · 30 Sek.

Checkliste vor dem Aufbruch.

Wenn du von dieser ganzen Seite nur eine Sache mitnimmst, dann diese Liste.

  • Ich habe die Legalität und die Regeln des Ortes geprüft.
  • Das Lager steht auf festem Untergrund, mindestens 60 Meter vom Wasser.
  • Ich nehme allen Müll mit, auch Kerngehäuse und Kippen.
  • Ich nehme keine Pflanzen, Steine oder Fundstücke mit.
  • Feuer nur, wo es erlaubt ist, Asche kalt, bevor ich gehe.
  • Essen dicht verschlossen und fern vom Zelt, keine Tiere füttern.
  • Ich hinterlasse anderen Ruhe und Raum.
Pack das Passende ein

Ein dichter Müllbeutel, eine kleine Schaufel, biologisch abbaubare Seife. Der Packassistent in Wombato ergänzt sie passend zu deiner Art von Tour auf der Liste.

Du bist dran

Werde zum Hüter der Natur.

Jeder verantwortungsvoll beschriebene Ort und jede Tour ohne Spuren ist dein Beitrag dazu, das Wilde wild zu halten. Trag Orte mit Respekt ein und zeig anderen, wie es geht.